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Der Deich ist fertig (RP, 4. Juni 2008)
Die Sanierung des Brückerbachs und des Deichs ist abgeschlossen. Drei Jahre haben die Arbeiten an dem 15 Millionen Euro teuren Projekt gedauert. Entstanden ist nicht nur ein stabiler Deich mit Verteidigungsweg, sondern eine Grünlandschaft, die zum Spazieren und Radeln einlädt.
BrückerbachDer Grünzug entlang des sanierten Brückerbachs ist weitgehend fertig. Wer vom Ende des Mendelwegs (Sackgasse) den neuen Grünzug betritt, landet erst einmal auf einer neuen Brücke, die über den Richtung Himmelgeist fließenden Bach führt. Unter der Brücke verjüngt sich das breit ankommende Gewässer zu einem schmalen Lauf. Eine Fischtreppe soll den Bewohnern des Bachs den Übergang auch gegen die Fließrichtung erleichtern. In mehreren Stufen wird die Höhe angepasst, damit Fische aus dem Rhein den Weg zur Düssel (gegen die Strömung) finden.
BezirksvorsteherHeinz-Leo Schuth, der dem Projekt anfangs kritisch gegenüberstand, ist inzwischen überzeugt. „Das Projekt ist gelungen“, sagt er. „Eine Bereicherung für Wersten. Ich bin sehr zufrieden.“
DerBrückerbach spaltet sich in Wersten (grüne Siedlung) von der Düssel ab und fließt als ihr Mündungsarm bei Himmelgeist in den Rhein. 2750 Meter ist er lang. Die Deiche des Bachs sollen die Bewohner von Wersten, Holthausen und Itter vor Hochwasser schützen.
Seitdem Hochwasser 1995 wurde die Deichsanierung entlang des Brückerbachs diskutiert. Baubeginn war schließlich im Mai 2005. Jetzt, nach drei Jahren Bauzeit, ist das Bachbett saniert. Die Bewohner können aufatmen und die neue Grünlandschaft genießen.
Denn nicht nur unter dem Sicherheitsaspekt hat sich der Einsatz von 15,5 Millionen Euro (fünf Millionen mehr als ursprünglich geplant) gelohnt. Auch optisch hat der Lauf des Brückerbachs eine Aufwertung erfahren. In Fließrichtung links lädt eine breite Mauer zum Verweilen ein.
Schlingpflanzen geschützt

BrückerbachAuf der anderen Seite können Besucher des Südparks oder des Botanischen Gartens promenieren. Hundebesitzer erreichen von dort den Auslaufplatz für ihre Vierbeiner. Vor gut zwei Wochen hat das Umweltamt bekannt gegeben, dass Hunde auf der Wiese Richtung Himmelgeist frei laufen dürfen. Ansonsten gilt Leinenzwang in diesem neuen Grünzug. Denn noch sind nicht alle Pflanzen fest angewachsen. Zwei Jahre wird es dauern, bis sich die Gewächse am unteren Ende des Deichs im Boden verankert haben. Filigrane Drahtnetze schützen die Jungpflanzen vor Hunden, die sich beim Baden aus dem Wasser ziehen könnten. Die Netze sind in regelmäßigen Abständen am Ufer angebracht und werden erst nach den beiden anvisierten Jahren entfernt. Die großen Zäune werden mit dem Grasschnitt abgebaut, damit zur offiziellen Einweihung des Grünzugs - vermutlich Mitte Juli - alles perfekt ist. 80 Prozent der Kosten für die Bach- und Deichsanierung hat das Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Den Rest hat die Stadt Düsseldorf finanziert.

Brückerbach
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alle Fotos: Wolfgang Krause
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