 Der
Grünzug entlang des sanierten Brückerbachs ist weitgehend fertig.
Wer vom Ende des Mendelwegs (Sackgasse) den neuen Grünzug betritt,
landet erst einmal auf einer neuen Brücke, die über den Richtung
Himmelgeist fließenden Bach führt. Unter der Brücke verjüngt
sich das breit ankommende Gewässer zu einem schmalen Lauf. Eine Fischtreppe
soll den Bewohnern des Bachs den Übergang auch gegen die Fließrichtung
erleichtern. In mehreren Stufen wird die Höhe angepasst, damit Fische
aus dem Rhein den Weg zur Düssel (gegen die Strömung) finden.
Bezirksvorsteher Heinz-Leo
Schuth, der dem Projekt anfangs kritisch gegenüberstand, ist inzwischen
überzeugt. „Das Projekt ist gelungen“, sagt er. „Eine Bereicherung
für Wersten. Ich bin sehr zufrieden.“
Der Brückerbach
spaltet sich in Wersten (grüne Siedlung) von der Düssel ab und
fließt als ihr Mündungsarm bei Himmelgeist in den Rhein. 2750
Meter ist er lang. Die Deiche des Bachs sollen die Bewohner von Wersten,
Holthausen und Itter vor Hochwasser schützen.
Seit dem
Hochwasser 1995 wurde die Deichsanierung entlang des Brückerbachs
diskutiert. Baubeginn war schließlich im Mai 2005. Jetzt, nach drei
Jahren Bauzeit, ist das Bachbett saniert. Die Bewohner können aufatmen
und die neue Grünlandschaft genießen. |
Denn nicht nur
unter dem Sicherheitsaspekt hat sich der Einsatz von 15,5 Millionen Euro
(fünf Millionen mehr als ursprünglich geplant) gelohnt. Auch
optisch hat der Lauf des Brückerbachs eine Aufwertung erfahren. In
Fließrichtung links lädt eine breite Mauer zum Verweilen ein.
Schlingpflanzen geschützt
 Auf
der anderen Seite können Besucher des Südparks oder des Botanischen
Gartens promenieren. Hundebesitzer erreichen von dort den Auslaufplatz
für ihre Vierbeiner. Vor gut zwei Wochen hat das Umweltamt bekannt
gegeben, dass Hunde auf der Wiese Richtung Himmelgeist frei laufen dürfen.
Ansonsten gilt Leinenzwang in diesem neuen Grünzug. Denn noch sind
nicht alle Pflanzen fest angewachsen. Zwei Jahre wird es dauern, bis sich
die Gewächse am unteren Ende des Deichs im Boden verankert haben.
Filigrane Drahtnetze schützen die Jungpflanzen vor Hunden, die sich
beim Baden aus dem Wasser ziehen könnten. Die Netze sind in regelmäßigen
Abständen am Ufer angebracht und werden erst nach den beiden anvisierten
Jahren entfernt. Die großen Zäune werden mit dem Grasschnitt
abgebaut, damit zur offiziellen Einweihung des Grünzugs - vermutlich
Mitte Juli - alles perfekt ist. 80 Prozent der Kosten für die Bach-
und Deichsanierung hat das Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Den
Rest hat die Stadt Düsseldorf finanziert.
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